Glutenklebstoff - effizient und nachwachsend

von Georg Poelchen (18), Florian Siekmann (19) und Karolina Schatz (17, alle Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung Bremen)

Kategorie: Chemie 2014
Betreuer: Beate Brede (Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung)
Wettbewerbsart: Jugend forscht

Gewonnene Preise:
  • Landessieger
  • Sonderpreis "JugendUnternimmt Summer school - Innovative Geschäftsideen mit Unternehmercourage" im Landeswettbewerb
  • Regionalsieger

Das Kleben ist eine wichtige Fügetechnik, jedoch sind die meisten Klebstoffe Gefahrstoffe und umweltgefährdend. Aus dieser Problemstellung heraus ergab sich unsere Zielsetzung: die Gewinnung eines organischen, ungiftigen und leicht herstellbaren Klebstoffs.

Als Ausgangsstoff diente uns dabei das im Mehl enthaltene Klebereiweiß Gluten, welches schon im Teig als eine Art Klebstoff wirkt und den Teig dadurch zusammenhält.

Um nun daraus einen verwendbaren Klebstoff zu gewinnen, muss das Gluten in eine verarbeitbare Form gebracht werden, welches durch das Lösen in geeigneten Lösungsmitteln erreicht wird. Die Festigkeit des Klebstoffes wird durch den Zugscherversuch ermittelt, bei welchem Proben mit dem Klebstoff durch eine Prüfmaschine auseinandergezogen werden. Zur Analyse des Klebstoffs wird die Gelelektrophorese benutzt.

Darüber hinaus versuchten wir durch Zugabe einer Transglutaminase die Quervernetzung zwischen den Proteinketten zu erhöhen um eine größere Klebfestigkeit zu erreichen.

Glutenklebstoff - effizient und nachwachsend