Die desinfizierende Wirkung von Senf

von Maximilian Möbius-Winkler (16, Robert-Schumann-Schule - Gymnasium der Stadt Leipzig)

Kategorie: Biologie 2014
Betreuer: Sven Schädlich (Robert-Schumann-Schule - Gymnasium der Stadt Leipzig), PD Dr. Volker Adams
Wettbewerbsart: Jugend forscht

Gewonnene Preise:
  • 3. Platz im Landeswettbewerb
  • Sonderpreis "Studienseminar im Kerschensteiner Kolleg des Deutschen Museums M√ľnchen" im Landeswettbewerb
  • Regionalsieger
  • Sonderpreis "Papermint" im Regionalwettbewerb

Senf besteht aus Senfmehl, Essig und Gewürzen. Laut einer Studie des Universitätsklinikums Freiburg wirken Senföle, etwa aus Meerrettich oder Kapuzinerkresse, desinfizierend. Allerdings wurden noch keinerlei Wirkungen am komplexen Stoff Senf festgestellt. Die desinfizierende Wirkung des Gesamtproduktes Senf ist dagegen noch unklar. In der vorliegenden Arbeit wurde die Wirkung von Senf in verschiedenen Bestandteilen auf das Wachstum von E coli Bakterien und Mundschleimhautabstrichen untersucht.
Zunächst wurden drei verschiedene Senfsorten (süß, mittelscharf und scharf), jeweils mittels Zentrifuge, in flüssige und ölige Bestandteile zerlegt. Es wurden dann E coli Kulturen mit verschiedenen Konzentrationen der öligen und wässrigen Senffraktion der verschiedenen Senfsorten versetzt und nach einer bestimmten Zeit wurde dann die Trübung mittels Photometer bestimmt.
Im Ergebnis zeigte sich, dass die ölige Senffraktion, besonders in hoher Konzentration, des scharfen und mittelscharfen Senfs das Wachstum der E.coli Bakterien besonders hemmt, während der süße Senf, sowie die wässrigen Senffraktionen aller drei Senfsorten, das Wachstum der Bakterien kaum hemmten.
Im Anschluss wurden dann Kulturen von Mundschleimhautabstrichen von 6 Probanden, mit der der öligen Senffraktion des scharfen und mittelscharfen Senfs, versetzt und das Bakterienwachstum photometrisch gemessen. Es zeigte sich, dass das Bakterienwachstum durch die öligen Senffraktionen des mittelscharfen und scharfen Senfs in hoher Konzentration gehemmt werden kann.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass nur die ölige Fraktion von mittelscharfem und scharfem Senf das Bakterienwachstum sowohl in Reinkultur als auch in einer Mischkultur von Mundschleimhautabstrichen hemmt.

Die desinfizierende Wirkung von Senf