Kulturuntersuchung zur Energieeinsparung durch temperaturtolerante Sorten bei Nemesien

von Luise Quoß (16, Sächs. Landesgymnasium St. Afra zu Meißen)

Kategorie: Arbeitswelt 2013
Betreuer: René Bergner (Sächs. Landesgymnasium St. Afra zu Meißen)
Wettbewerbsart: Jugend forscht

Gewonnene Preise:
  • 3. Platz im Landeswettbewerb
  • Regionalsieger für das beste interdisziplinäre Projekt

Der Versuch wurde im Rahmen eines Projektes des LfULG in Pillnitz im Bereich Zierpflanzenbau durchgeführt, welches Niedrigenergiesortimente bei Topfkulturen durch die Nutzung von Arten und Sorten mit niedrigen Temperaturansprüchen umfasst.

Das Projekt umfasst Pelargonien, Poinsettien, Neuginea-Impatiens und Nemesien. Dieser Versuch befasst sich mit Züchtungen der Nemesia. Dabei wurde in zwei verschiedenen Gewächshäusern jeweils dasselbe Sortiment von 66 Züchtungen der Nemesia bei zwei unterschiedlichen Temperaturvarianten kultiviert.

Jede Sorte wurde in zwei Parzellen (mit einer Größe von 0,8 Metern mal 1 Meter) angeordnet, die mit je 20 Pflanzen bestückt sind. Einmal wurden die Parzellen nach aufsteigender Sortennummer angeordnet und noch ein zweites Mal nach Farben, um unterschiedliche Standorte für die Sorten zu haben, sodass mögliche Variabilität der Temperatur, der Sonneneinstrahlung und des Wasserangebots innerhalb des Gewächshauses im letztlichen Mittelwert der Messdaten keine zu große Auswirkung auf die Ergebnisse hat.

Für die Normalkultur waren für die ersten 14 Tage ein Heizsollwert von 16°C und ein Lüftungssollwert von 19°C festgelegt. Nach dem ersten Abschnitt wurden dann beide Sollwerte um 2°C gesenkt, sodass der Heizsollwert bei 14°C und der Lüftungssollwert auf 17°C lagen. Die Temperaturen der Kaltkultur bewegten sich bei 10°C Heizsollwert und 13°C Lüftungssollwert während der ersten 14 Tage und danach wurde der Heizsollwert auf 4°C gesenkt und der Sollwert für die Lüftung lag bei 10°C.

Die Kultivierung wurde im Februar 2011 gestartet und endete im April desselben Jahres. Die verschiedenen Züchtungen wurden von unterschiedlichen Firmen angenommen und es gab zu Beginn des Versuches 75 Sorten, von denen aus verschiedenen Gründen 9 Stück nicht mit in die Auswertung aufgenommen werden konnten.

Bei Blühbeginn (drei vollständig geöffnete Blüten) wurden verschiedene Merkmale aufgenommen: Datum des Blühbeginns, Pflanzenhöhe, Pflanzenbreite, Frischmasse, Triebanzahl, Gesamteindruck, Durchwurzelung, Wurzelqualität und Laubfarbe, um zu beobachten wie lang die unterschiedlichen Kulturdauern sind und welche Auswirkungen dies auf die Pflanzenqualität hat. Ziel der Arbeit war herauszufinden, ob sich trotz längerer Kulturdauer eine Kaltkultur energetisch lohnt, um Energieverbrauch und Kosten zu senken.

Kulturuntersuchung zur Energieeinsparung durch temperaturtolerante Sorten bei Nemesien