Umweltfreundlich betriebene Fähre (auf der Elbe)

von Paul Schneider (12, Gymnasium Luisenstift Radebeul) und Robert Quoß (12, Gymnasium Coswig)

Kategorie: Technik 2011
Betreuer: Dr. Ulrike Wend (Kinder- und Jugendhaus "INSEL" des LJBW e.V.)
Wettbewerbsart: Schüler experimentieren

Gewonnene Preise:
  • Regionalsieger
  • Sonderpreis "Umwelttechnik" im Regionalwettbewerb

In den Herbstferien kamen wir im Kinder- und Jugendhaus INSEL in Dresden durch den wunderschönen Blick auf die Elbe auf die Idee, den Fluss als „Energielieferant“ für Fähren zu nutzen. Wir wollen Vorschläge für umweltfreundliche Elbefähren unterbreiten. Wir wussten, dass die meisten Elbefähren mit Dieselmotoren ausgestattet sind. Möglicherweise ist das für die gegenwärtige „Flotte der Elbefähren“ der Dresdner Verkehrsbetriebe und des Oberelbeverbundes die effektivste Variante. Immerhin haben Dieselmotoren eine größere Leistung als Ottomotoren und halten länger. Es bleibt aber der große Nachteil, dass sie Abgase und meistens auch Rußpartikel verursachen.

In unserem Projekt versuchen wir die Frage zu beantworten:

Welche umweltfreundlich Antriebe sind für Fähren geeignet, die auch leistungsstarken sind?

Wir denken, dass es eine Kombination von alternativen Energiegewinnungsformen direkt am Ufer oder noch besser auf dem Schiff sein könnte.

Wir beschäftigten uns mit der Geschichte der Elbefähren, dem Elbeklima und alternativen Energiegewinnungsformen. Dabei betrachteten wir auch alte Technologien. Unser Favorit wurde die Schiffsmühle Höfgen.
Bei der Betrachtung alternativer Energien zur Betreibung der Fähren hatten wir auch zwei weitere Möglichkeiten untersucht:
a) Energieerzeugung durch Windräder. Die klimatischen Bedingungen und der im Elbtal beschriebene Wind legen eine Windkraftanlage sehr nahe. Aber laut Landschafts- und Naturschutz dürfen keine Windräder rechts und links der Elbe aufgebaut werden.
b) Das Einbringen einer großen Röhre mit einer integrierten Kaplanturbine auf dem Flussbett (ziemlich in der Mitte) ist ebenfalls nicht geeignet, weil zum einen bei niedrigem Wasserstand die Schifffahrt behindert werden würde und zum anderen die Röhre ständig mit angeschwemmtem Sand zugespült würde.
Schließlich sehen wir eine Chance in der Kombination der Fotovoltaikanlage auf dem Dach und eines Schaufelrades in der Bootsmitte.
Wir haben zwar ein Modell gebaut, aber es ist nicht so funktionsfähig wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir experimentieren immer noch an der Simulierung eines fließenden Gewässers (Fluss), um unser Modell zu testen.
Trotzdem sind wir überzeugt, dass unsere Kombination von Schiffsmühlenrad und Photovoltaikanlage auf dem Dach für Fährschiffe auf der Elbe eine günstige und umweltschonende Antriebsart ist und sich auch optisch so bauen lässt, dass es den traditionellen Fähren entspricht und ihre Romantik (die einer Überfahrt auch immer innewohnt) nicht verliert.

Umweltfreundlich betriebene Fähre (auf der Elbe)