Natur aus zweiter Hand - der Steinbruch als Lebensraum für einheimische Reptilien - ein Beispiel aus dem Lockwitzgrund bei Dresden

von Johannes Dill (18, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden)

Kategorie: Biologie 2008
Betreuer: Uwe Prokoph
Wettbewerbsart: Jugend forscht

Gewonnene Preise:
  • Sonderpreis im Bundeswettbewerb
  • Landessieger
  • Regionalsieger

In dieser Arbeit untersuchte ich die Population der Zauneidechse (Lacerta agilis) in einem Steinbruch. Dieser befindet sich im Südosten von Dresden. Die Eidechsen wurden individuell identifiziert, um die Anzahl der dort lebenden Tiere sowie die Altersstruktur und Geschlechterverhältnisse innerhalb der Population zu untersuchen. Die Identifikation ermöglichte außerdem die Untersuchung von Wanderbewegungen innerhalb des Jahres 2007. Da viele Reptilien im Jahresverlauf unterschiedliche Teilhabitate benötigen, liegt hierin ein wichtiger Punkt für die Naturschutzarbeit. Ein weiterer Feldforschungsaspekt waren Temperaturmessungen im Biotop, um Aussagen über die mikroklimatische Situation des Lebensraums treffen zu können. Neben der Zauneidechse konnten auch einige Blindschleichen (Anguis fragilis) sowie Glattnattern (Coronella austriaca) im Steinbruch beobachtet werden. Innerhalb der vorangegangenen Jahre 2005 und 2006 wurde bei weniger häufigen und unregelmäßigeren Beobachtungen ein starker Bewuchs der großen Heidekrautfläche (Calluna vulgaris) mit jungen Zitterpappeln (Populus tremula) festgestellt. Daher organisierte ich eine Naturschutzmaßnahme, die den Biotop für die Reptilien aufwerten sollte. Diese Maßnahme wurde am 12.04.2007 durchgeführt. Aus den gewonnen Erkenntnissen sind weitere Naturschutzmaßnahmen abzuleiten, um diese Reptilienarten auch auf lange Sicht zu schützen.

Natur aus zweiter Hand - der Steinbruch als Lebensraum für einheimische Reptilien - ein Beispiel aus dem Lockwitzgrund bei Dresden